Wünschewagen

Ein Training nur für Rolf!

Fußball gehört schon fast sein ganzes Leben zu Rolf. Bereits als Jugendlicher stand er gemeinsam mit seinem Bruder Klaus in einer Hobbymannschaft auf dem Platz, Rolf im Tor. Seine große Fußballliebe aber gilt seit Jahrzehnten dem 1. FC Köln.

Fußball gehört schon fast sein ganzes Leben zu Rolf. Bereits als Jugendlicher stand er gemeinsam mit seinem Bruder Klaus in einer Hobbymannschaft auf dem Platz, Rolf im Tor. Seine große Fußballliebe aber gilt seit Jahrzehnten dem 1. FC Köln.

Deshalb hatte Rolf einen ganz besonderen Wunsch: Noch einmal beim Training „seines“ Vereins dabei sein. Und vielleicht, so die Hoffnung, würde er dort sogar seinen Lieblingsspieler Ragnar Ache treffen.

Gemeinsam mit seinem Bruder Klaus und unseren Wunscherfüller:innen Susanne und Michael ging es zum RheinEnergieSportpark. Eigentlich fand an diesem Tag aufgrund eines abendlichen Testspiels gar kein öffentliches Training statt. Doch der Verein machte für Rolf eine Ausnahme: Er durfte als einziger Zuschauer beim Training dabei sein. Die Aufregung war entsprechend groß, wobei nicht ganz klar war, ob Rolf oder sein Bruder Klaus aufgeregter war.

Schon beim Betreten des Platzes winkten die Spieler unserem Fahrgast zu und begrüßten ihn herzlich. Cheftrainer René Wagner ließ es sich nicht nehmen, Rolf persönlich mit Handschlag willkommen zu heißen. 

Und dann gab es die erste Überraschung: Seit 1990 hat Rolf unzählige Trikots des 1. FC Köln gesammelt. An diesem Tag kam ein weiteres hinzu. Der Verein schenkte ihm das aktuelle Trikot und auch Geißbock Hennes durfte als kleines Kuscheltier mit nach Hause. 

Nach der Trainingseinheit wartete der nächste besondere Moment: Die komplette Mannschaft und das Trainerteam kamen zu Rolf und unterschrieben sein neues Trikot. Und tatsächlich traf Rolf auch Ragnar Ache! Sein Lieblingsspieler signierte nicht nur ein Bild, das normalerweise in Rolfs Zimmer im Pflegeheim hängt, sondern auch Rolfs eigenes Trikot. Spätestens da war der Tag perfekt.

Besonders beeindruckt waren Rolf, Klaus und unser Team von der Herzlichkeit, mit der sie beim 1. FC Köln empfangen wurden. Vom Koordinator für Besucheranfragen über die Platzwartin bis hin zum Trainerteam und zur Mannschaft nahmen sich alle Zeit und trugen dazu bei, diesen Tag für Rolf unvergesslich zu machen.

Eine Kleinigkeit fehlte allerdings noch: Rolf aß früher gerne Hamburger. Also wurde auf der Heimfahrt noch ein Zwischenstopp eingelegt und sein Lieblingsburger bestellt. 

Am späten Nachmittag brachte der ASB-Wünschewagen Rolf und seinen Bruder zurück zum Pflegeheim – erschöpft von einem ereignisreichen Tag, aber überglücklich.

Ein Training ohne Publikum und doch mit einem Zuschauer, für den es an diesem Tag wohl kaum einen wichtigeren Platz hätte geben können...